Wenn Sie auf diesen Artikel gestoßen sind, haben Sie wahrscheinlich begonnen, sich darüber zu informieren, wie man Mikrozement aufträgt. Wenn Mikrozement also Ihr neuer Favorit ist und Ihr Herz im Sturm erobert hat, sind Sie hier genau richtig, um unseren Leitfaden zu entdecken.
Darin erklären wir Ihnen klar und einfach Schritt für Schritt, wie man Mikrozement aufträgt – ohne unnötige Ausschmückungen; außerdem die häufigsten Anwendungsfehler und wie man sie vermeidet sowie die wichtigsten Werkzeuge für die Verarbeitung von Mikrozement.
Mikrozement auftragen: schnelle Zusammenfassung der Schritte
Zusammengefasst gilt: Egal, ob du einen Fachbetrieb beauftragst oder Mikrozement selbst auftragen möchtest – es ist entscheidend, den gesamten Anwendungsprozess Schritt für Schritt einzuhalten. Andernfalls entspricht das Endergebnis nicht den Erwartungen.
- SCHRITT 1: Vorbereitung des Untergrunds
- SCHRITT 2: Auftragen der Grundierung und des Armierungsgewebes
- SCHRITT 3: Auftragen des Basis- oder Vorbereitungsmikrozements
- SCHRITT 4: Auftragen des Finish-Mikrozements
- SCHRITT 5: Auftragen des Porenfüllers
- SCHRITT 6: Auftragen des Versiegelungslacks
Mikrozement in 6 einfachen Schritten auftragen
Ohne Umschweife kommen wir direkt zum Kern der Sache: Mikrozement auftragen.
Der Auftrag von Mikrozement folgt keinem starren, universellen Schema. Es handelt sich um einen dynamischen Prozess, weshalb es keine einzige Methode gibt, die für alle Situationen gleichermaßen gilt. Zwar gibt es gemeinsame Grundprinzipien, doch der genaue Ablauf hängt von mehreren Faktoren ab.
So bestimmen beispielsweise die Art des Mikrozements (zementbasiert, kalkbasiert, epoxidharzbasiert, acrylbasiert usw.) sowie seine Zusammensetzung (einkomponentig, zweikomponentig oder
gebrauchsfertiger Mikrozement), welche Werkzeuge, Materialien und Schritte notwendig sind.
Nachdem klar ist, dass der Ablauf je nach Situation variiert, zeigen wir dir im Folgenden die allgemeinen Schritte zum Auftragen von Mikrozement.
1. Vorbereitung des Untergrunds
Für ein korrektes Auftragen von Mikrozement muss der Untergrund in einwandfreiem Zustand sein. Andernfalls treten mit der Zeit Probleme auf. Die Oberfläche muss frei von Staub, Fett und Materialrückständen sein und darf keine Risse oder Feuchtigkeit aufweisen. Gleichzeitig ist es wichtig sicherzustellen, dass der Untergrund vor dem Auftragen von Mikrozement vollständig eben ist.
Die Vorbereitung des Untergrunds bedeutet, dass er eben, stabil und frei von Rissen, Brüchen oder Abplatzungen sein muss. Da Mikrozement eine dekorative Beschichtung mit einer Mindeststärke von etwa 3 mm ist, würden Unebenheiten oder Mängel des Untergrunds im Endergebnis sichtbar werden und möglicherweise zu Rissen führen.

Sind Fugen vorhanden — typisch bei Feinsteinzeug, Fliesen oder ähnlichen Oberflächen —, müssen diese mit einer speziellen Spachtelmasse geschlossen werden, damit sie nicht mehr sichtbar sind. Anschließend muss das Material vollständig trocknen, was in der Regel etwa 24 Stunden dauert.

2. Auftragen der Grundierung und des Gewebes
Im nächsten Schritt geht es darum, eine optimale Haftung zu gewährleisten. Dazu wird eine Grundierung aufgetragen, die die Verbindung zwischen dem vorhandenen Untergrund und dem Mikrozement verbessert. Die Wahl der richtigen Grundierung ist entscheidend, da es saugende Untergründe wie Beton oder Zement und nicht saugende Untergründe wie Fliesen oder Feinsteinzeug gibt. Jeder Untergrund hat unterschiedliche Anforderungen und benötigt daher eine spezifische Grundierung.
Es gibt verschiedene Produkte auf dem Markt, und da sie sich in ihrer Anwendung unterscheiden, ist es unerlässlich, die Herstellerangaben zu Auftrag und Trocknungszeiten genau einzuhalten.
Nach dem Auftragen der Grundierung ist es in vielen Fällen notwendig, ein Glasfasergewebe einzubetten — insbesondere bei Böden, während es bei Wänden nicht immer erforderlich ist. Dieses Gewebe erhöht die Stabilität und Widerstandsfähigkeit der Mikrozementbeschichtung, beugt Rissbildungen vor und verbessert die Gesamtleistung des Systems.

Nachdem Grundierung und Gewebe (falls erforderlich) aufgebracht wurden, müssen die vom Hersteller angegebenen Trocknungszeiten strikt eingehalten werden. Die vollständige Trocknung liegt je nach Produkt meist zwischen 20 Minuten und 2–3 Stunden. Beim Mikrozement auftragen ist Eile fehl am Platz.

3. Auftragen des Grundmikrozements
Sobald der Untergrund vorbereitet ist und sich in optimalem Zustand befindet, kann mit der eigentlichen Gestaltung begonnen werden. Zunächst solltest du dir die Frage stellen: Welches Grundmikrozement-System verwendest du? Wie bereits erläutert, variiert der Auftrag je nach Zusammensetzung des Materials.
Bei einem zweikomponentigen System wird der Mikrozement mit einem Harz vermischt und anschließend pigmentiert. Bei einem einkomponentigen System wird Wasser statt Harz hinzugefügt, ebenso wie die erforderliche Menge an Pigment. Entscheidest du dich für gebrauchsfertigen Mikrozement, entfällt dieser Schritt komplett: Es müssen weder Harz noch Wasser hinzugefügt und auch keine Pigmente dosiert werden. Der Mikrozement ist sofort einsatzbereit.
Nach dem Anmischen (falls erforderlich) wird das Material mit einer Kelle in dünnen, gleichmäßigen Schichten aufgetragen. Jede Schicht muss gemäß Herstellerangaben trocknen — in der Regel zwischen 4 und 6 Stunden, teilweise bis zu 8 Stunden — und anschließend geschliffen werden, um eine glatte Oberfläche zu erzielen. In den meisten Fällen sind zwei Schichten erforderlich, wobei der Ablauf stets gleich bleibt: auftragen, trocknen lassen und schleifen.

Bei einigen Systemen, wie zum Beispiel Smartcret, ist der Prozess noch einfacher, da der Mikrozement direkt mit einer Polyamidrolle aufgetragen und anschließend mit der Kelle geglättet wird.

4: Auftragen des Finish-Mikrozements
Nun konzentrieren wir uns auf das Auftragen des Finish-Mikrozements, der für die endgültige Struktur und die gewünschte Farbe verantwortlich ist. Wie bereits beim Grundmikrozement im vorherigen Schritt erläutert, hängt der Auftrag vom gewählten System ab (zweikomponentig, einkomponentig oder gebrauchsfertig). Je nach System kann es erforderlich sein, Harz, Wasser und Pigmente beizumischen — oder gar nichts hinzuzufügen.
Der Auftrag erfolgt nach demselben Prinzip wie im vorherigen Schritt. Nach dem Anmischen (falls erforderlich) wird das Material mit einer Kelle in dünnen, gleichmäßigen Schichten aufgetragen. Jede Schicht muss gemäß den Herstellerangaben trocknen — in der Regel zwischen 4 und 6 Stunden, teilweise bis zu 8 Stunden — und anschließend geschliffen werden. Je nach Art des verwendeten Mikrozements liegt die Körnung des Schleifpapiers meist zwischen 80 und 220.
Wie bereits zuvor vereinfacht Smartcret auch hier den Prozess: Zuerst wird der Finish-Mikrozement mit einer Rolle aufgetragen und anschließend mit der Kelle geglättet.
In der Regel werden in diesem Schritt zwei Schichten aufgetragen. Der Ablauf ist bei jeder Schicht identisch — etwas Geduld ist gefragt, und dann heißt es: Mikrozement auftragen.
5: Auftragen des Porenfüllers
Je nach gewähltem Mikrozement ist es notwendig — oder auch nicht —, vor dem Lack oder Versiegelungsprodukt einen Porenfüller aufzutragen. Der Porenfüller sorgt für eine erste Schutzschicht, erhöht die Widerstandsfähigkeit des Materials und dient als Verbindungsschicht zwischen Mikrozement und Versiegelung.
Dieses Produkt wird in der Regel mit einer Rolle aufgetragen, meist in zwei Schichten.
6: Mikrozement versiegeln
Dieser Schritt ist absolut entscheidend und darf keinesfalls ausgelassen werden. Auch wenn es so aussieht, als wäre das Auftragen des Mikrozements abgeschlossen, fehlt noch der letzte Schritt: die Versiegelung.
Die Verwendung einer Schutzversiegelung fur Mikrozement schützt die Oberfläche vor täglicher Abnutzung, Stößen, Abrieb und Flüssigkeiten wie Wasser und hilft so, Flecken zu vermeiden. Außerdem wird die endgültige Farbe intensiviert.
Je nach Art des Versiegelungslacks kann es erforderlich sein, ihn mit einer Komponente B zu mischen. Wie beim Mikrozement selbst gibt es auch hier einkomponentige, gebrauchsfertige Lacke, die keine zusätzlichen Zusätze benötigen. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie die chemische und mechanische Widerstandsfähigkeit deutlich erhöhen.
Die Versiegelung wird mit einer Rolle in 2 oder 3 Schichten aufgetragen, abhängig vom verwendeten Produkt, und muss vollständig trocknen. Die Trocknungszeiten liegen in der Regel bei etwa 4 Stunden zwischen den Schichten bis zu 24 Stunden insgesamt. In manchen Fällen ist ein leichtes Zwischenschleifen erforderlich. Wie immer gilt: Die Herstellerangaben zu Zeiten und Verarbeitungsschritten sind unbedingt zu beachten.

Mikrozement je nach Untergrund auftragen
Sie haben bereits die allgemeinen Schritte gesehen, um Mikrozement auf jeder Oberfläche aufzutragen. Dennoch weist jeder Untergrund technische Besonderheiten auf, die bei der Anwendung berücksichtigt werden müssen. Es ist nicht dasselbe, auf einer horizontalen Oberfläche zu arbeiten wie auf einer vertikalen, und auch nicht, Mikrozement in Räumen mit hoher Feuchtigkeit im Vergleich zu trockenen Bereichen aufzutragen.
Aus diesem Grund ist es wichtig, den Prozess an die jeweilige Art des Untergrunds anzupassen.
Mikrozement auf Wänden auftragen
Um Mikrozement auf Wänden aufzutragen, muss die Technik an vertikale Flächen angepasst werden. Die Kelle sollte in einem 45-Grad-Winkel gehalten werden und bogenförmige Bewegungen in verschiedene Richtungen ausführen.
Mikrozement in Duschen auftragen
Eine Dusche aus Mikrozement wird schnell zum Blickfang eines Badezimmers. Obwohl der Verarbeitungsprozess sehr einfach ist, unterscheidet er sich leicht, da die Feuchtigkeit des Raumes berücksichtigt werden muss. Wenn Sie wissen möchten, wie man Mikrozement in einer Dusche aufträgt, können Sie dies in unserem Artikel nachlesen.
Mikrozement auf Treppen auftragen
Eine immer beliebter werdende dekorative Technik ist die Verwendung von Mikrozement auf Treppen. Für die Umsetzung sollten einige Aspekte beachtet werden, wie das Schützen der Kanten oder das Abrunden der Ränder für ein leicht abgerundetes Finish.
Mikrozement auf Tischen auftragen
Ein Tisch aus Mikrozement zieht beim Betreten des Wohnzimmers alle Blicke auf sich. Für die Anwendung auf Tischen ist es wichtig, die Technik der dünnen Schichten einzuhalten, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Mikrozement auf Fliesen auftragen
Mikrozement kann auf Fliesen aufzutragen werden, ohne dass diese vorher entfernt oder abgeschliffen werden müssen. Daher ist er die perfekte dekorative Beschichtung, um Fliesen ohne Bauarbeiten zu renovieren.
Welche Werkzeuge benötigt man, um Mikrozement aufzutragen?
Bevor du mit der Arbeit beginnst, solltest du sicherstellen, dass du alle notwendigen Werkzeuge zur Hand hast. Hier findest du die wichtigsten Utensilien für das Auftragen von Mikrozement:
- Abdeckband: zum Abgrenzen des Arbeitsbereichs und zum Schutz nicht zu beschichtender Flächen.
- Eimer und Pinsel: zum Anmischen und Auftragen der Produkte.
- Rollen: für Grundierung und Versiegelung.
- Kellen: zum Auftragen des Mikrozements.
- Spachtel: für Ecken und Kanten.
- Schleifpapier: zum Glätten der Oberfläche zwischen den Schichten.
Empfohlene, aber nicht zwingend notwendige Werkzeuge:
- Handschuhe und Schutzmaske: zum persönlichen Schutz.
- Elektrischer Rührer oder Doppelhelix-Mischstab: je nachdem, ob mit Wasser oder Harz gemischt wird.
- Exzenterschleifer und keramische Gitterschleifscheiben: besonders hilfreich bei großen Flächen, obwohl auch manuelles Schleifen problemlos möglich ist.
Häufige Fehler beim Auftragen von Mikrozement
Jetzt, da du weißt, wie man Mikrozement richtig aufträgt, zeigen wir dir die häufigsten Fehler bei der Anwendung – und wie du sie vermeiden kannst, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Ungeeignete Umgebungstemperatur
Die ideale Temperatur zum Auftragen von Mikrozement liegt zwischen 15 °C und 25 °C.
Ist die Temperatur zu niedrig, verlängert sich die Trocknungszeit erheblich. Ist sie zu hoch, trocknet der Mikrozement zu schnell und die vom Hersteller angegebenen Zeiten werden nicht eingehalten.
Trocknungszeiten nicht einhalten
Manchmal ist man versucht, schneller vorzugehen – das kennen wir. Dennoch gehört das Nichteinhalten der Trocknungszeiten zu den häufigsten Fehlern.
Für ein optimales Ergebnis gilt: Geduld haben und jede Schicht vollständig trocknen lassen.
Zu dicke Schichten auftragen
Das Prinzip „mehr ist besser“ gilt hier nicht. Dicke Schichten beschleunigen den Prozess nicht, sondern erhöhen das Risiko von Rissen und Abplatzungen.
Merke dir: Dünne Schichten sind entscheidend.
Unzureichende Untergrundvorbereitung
Ein optimal vorbereiteter Untergrund ist die Basis für eine erfolgreiche Mikrozementbeschichtung.
Weist die Oberfläche Risse, Materialreste oder Unebenheiten auf, leidet die Haftung und diese Mängel werden mit der Zeit sichtbar.
Tipp: Alles vorher reparieren. Mikrozement ist ein dekorativer Belag, kein Reparatur- oder Ausgleichsmaterial.
Falsches Anmischen der Pigmente
Werden die Herstellerangaben beim Mischen der Pigmente nicht beachtet, können Klumpen, Unebenheiten und ein ungleichmäßiges Farbbild entstehen.
Schlechte oder falsche Versiegelung
Eine unzureichende Versiegelung ist ein weiterer häufiger Fehler.
Der Versiegelungslack sorgt dafür, dass Mikrozement wasserbeständig und in vielen Fällen rutschhemmend wird.
Ungeeignete Materialien
Die Wahl der richtigen Materialien in Abhängigkeit vom Untergrund ist entscheidend.
Saugende und nicht saugende Untergründe benötigen unterschiedliche Grundierungen. Eine falsche Materialwahl kann das gesamte System beeinträchtigen.
Minderwertige Materialien
Wer ein hochwertiges Ergebnis erzielen möchte, sollte auf qualitativ hochwertige Materialien setzen.
Einsparungen bei der Materialqualität führen häufig zu Rissen, Abplatzungen oder Ablösungen
Werkzeuge von schlechter Qualität
Dasselbe gilt für Werkzeuge. Minderwertige oder ungeeignete Werkzeuge können das Endergebnis erheblich verschlechtern.
Am falschen Ende zu sparen bedeutet, das Risiko eines unsauberen Finishs einzugehen.