Mikrozement auftragen: die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung
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Wenn du auf diesem Blogartikel gelandet bist, hast du wahrscheinlich begonnen, dich über Mikrozement zu informieren und all seine Eigenschaften zu entdecken – Bild für Bild, fast wie bei einem Schwarm, der dir am Ende komplett den Kopf verdreht hat, stimmt’s? Willkommen in der vielseitigen Welt des Mikrozements.
Jetzt, wo du überzeugt bist, dass Mikrozement in deinem Zuhause nicht fehlen darf, mach es dir bequem und hol dir Popcorn oder bereite dir einen Tee oder Kaffee zu. Während er abkühlt, erklären wir dir wie man Mikrozement Schritt für Schritt aufträgt – klar, verständlich und ohne unnötige Ausschmückungen. Außerdem zeigen wir dir die häufigsten Verarbeitungsfehler und wie du sie vermeidest, sowie die wichtigsten Werkzeuge, die du zum Auftragen von Mikrozement benötigst.
Bereit, mit unserer Anleitung zu starten?
Mikrozement in 6 einfachen Schritten auftragen
Ohne Umschweife kommen wir direkt zum Kern der Sache: Mikrozement auftragen.
Nachdem klar ist, dass der Ablauf je nach Situation variiert, zeigen wir dir im Folgenden die allgemeinen Schritte zum Auftragen von Mikrozement.
1. Vorbereitung des Untergrunds
Für ein korrektes Auftragen von Mikrozement muss der Untergrund in einwandfreiem Zustand sein. Andernfalls treten mit der Zeit Probleme auf. Die Oberfläche muss frei von Staub, Fett und Materialrückständen sein und darf keine Risse oder Feuchtigkeit aufweisen. Gleichzeitig ist es wichtig sicherzustellen, dass der Untergrund vor dem Auftragen von Mikrozement vollständig eben ist.
Die Vorbereitung des Untergrunds bedeutet, dass er eben, stabil und frei von Rissen, Brüchen oder Abplatzungen sein muss. Da Mikrozement eine dekorative Beschichtung mit einer Mindeststärke von etwa 3 mm ist, würden Unebenheiten oder Mängel des Untergrunds im Endergebnis sichtbar werden und möglicherweise zu Rissen führen.

Sind Fugen vorhanden — typisch bei Feinsteinzeug, Fliesen oder ähnlichen Oberflächen —, müssen diese mit einer speziellen Spachtelmasse geschlossen werden, damit sie nicht mehr sichtbar sind. Anschließend muss das Material vollständig trocknen, was in der Regel etwa 24 Stunden dauert.

2. Auftragen der Grundierung und des Gewebes
Im nächsten Schritt geht es darum, eine optimale Haftung zu gewährleisten. Dazu wird eine Grundierung aufgetragen, die die Verbindung zwischen dem vorhandenen Untergrund und dem Mikrozement verbessert. Die Wahl der richtigen Grundierung ist entscheidend, da es saugende Untergründe wie Beton oder Zement und nicht saugende Untergründe wie Fliesen oder Feinsteinzeug gibt. Jeder Untergrund hat unterschiedliche Anforderungen und benötigt daher eine spezifische Grundierung.
Es gibt verschiedene Produkte auf dem Markt, und da sie sich in ihrer Anwendung unterscheiden, ist es unerlässlich, die Herstellerangaben zu Auftrag und Trocknungszeiten genau einzuhalten.
Nach dem Auftragen der Grundierung ist es in vielen Fällen notwendig, ein Glasfasergewebe einzubetten — insbesondere bei Böden, während es bei Wänden nicht immer erforderlich ist. Dieses Gewebe erhöht die Stabilität und Widerstandsfähigkeit der Mikrozementbeschichtung, beugt Rissbildungen vor und verbessert die Gesamtleistung des Systems.

Nachdem Grundierung und Gewebe (falls erforderlich) aufgebracht wurden, müssen die vom Hersteller angegebenen Trocknungszeiten strikt eingehalten werden. Die vollständige Trocknung liegt je nach Produkt meist zwischen 20 Minuten und 2–3 Stunden. Beim Mikrozement auftragen ist Eile fehl am Platz.

3. Auftragen des Grundmikrozements
Sobald der Untergrund vorbereitet ist und sich in optimalem Zustand befindet, kann mit der eigentlichen Gestaltung begonnen werden. Zunächst solltest du dir die Frage stellen: Welches Grundmikrozement-System verwendest du? Wie bereits erläutert, variiert der Auftrag je nach Zusammensetzung des Materials.
Nach dem Anmischen (falls erforderlich) wird das Material mit einer Kelle in dünnen, gleichmäßigen Schichten aufgetragen. Jede Schicht muss gemäß Herstellerangaben trocknen — in der Regel zwischen 4 und 6 Stunden, teilweise bis zu 8 Stunden — und anschließend geschliffen werden, um eine glatte Oberfläche zu erzielen. In den meisten Fällen sind zwei Schichten erforderlich, wobei der Ablauf stets gleich bleibt: auftragen, trocknen lassen und schleifen.

Bei einigen Systemen, wie zum Beispiel Smartcret, ist der Prozess noch einfacher, da der Mikrozement direkt mit einer Polyamidrolle aufgetragen und anschließend mit der Kelle geglättet wird.

4: Auftragen des Finish-Mikrozements
Nun konzentrieren wir uns auf das Auftragen des Finish-Mikrozements, der für die endgültige Struktur und die gewünschte Farbe verantwortlich ist. Wie bereits beim Grundmikrozement im vorherigen Schritt erläutert, hängt der Auftrag vom gewählten System ab (zweikomponentig, einkomponentig oder gebrauchsfertig). Je nach System kann es erforderlich sein, Harz, Wasser und Pigmente beizumischen — oder gar nichts hinzuzufügen.

5: Auftragen des Porenfüllers
6: Mikrozement versiegeln
Dieser Schritt ist absolut entscheidend und darf keinesfalls ausgelassen werden. Auch wenn es so aussieht, als wäre das Auftragen des Mikrozements abgeschlossen, fehlt noch der letzte Schritt: die Versiegelung.
Durch das Auftragen eines Schutzlacks wird die Oberfläche vor täglicher Abnutzung, Stößen, Abrieb und Flüssigkeiten wie Wasser geschützt, wodurch Flecken vermieden werden. Zusätzlich wird die endgültige Farbe intensiviert.
Je nach Art des Versiegelungslacks kann es erforderlich sein, ihn mit einer Komponente B zu mischen. Wie beim Mikrozement selbst gibt es auch hier einkomponentige, gebrauchsfertige Lacke, die keine zusätzlichen Zusätze benötigen. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie die chemische und mechanische Widerstandsfähigkeit deutlich erhöhen.
Die Versiegelung wird mit einer Rolle in 2 oder 3 Schichten aufgetragen, abhängig vom verwendeten Produkt, und muss vollständig trocknen. Die Trocknungszeiten liegen in der Regel bei etwa 4 Stunden zwischen den Schichten bis zu 24 Stunden insgesamt. In manchen Fällen ist ein leichtes Zwischenschleifen erforderlich. Wie immer gilt: Die Herstellerangaben zu Zeiten und Verarbeitungsschritten sind unbedingt zu beachten.

Welche Werkzeuge benötigt man, um Mikrozement aufzutragen?
Bevor du mit der Arbeit beginnst, solltest du sicherstellen, dass du alle notwendigen Werkzeuge zur Hand hast. Hier findest du die wichtigsten Utensilien für das Auftragen von Mikrozement:
- Abdeckband: zum Abgrenzen des Arbeitsbereichs und zum Schutz nicht zu beschichtender Flächen.
- Eimer und Pinsel: zum Anmischen und Auftragen der Produkte.
- Rollen: für Grundierung und Versiegelung.
- Kellen: zum Auftragen des Mikrozements.
- Spachtel: für Ecken und Kanten.
- Schleifpapier: zum Glätten der Oberfläche zwischen den Schichten.
Empfohlene, aber nicht zwingend notwendige Werkzeuge:
- Handschuhe und Schutzmaske: zum persönlichen Schutz.
- Elektrischer Rührer oder Doppelhelix-Mischstab: je nachdem, ob mit Wasser oder Harz gemischt wird.
- Exzenterschleifer und keramische Gitterschleifscheiben: besonders hilfreich bei großen Flächen, obwohl auch manuelles Schleifen problemlos möglich ist.
Häufige Fehler beim Auftragen von Mikrozement
Jetzt, da du weißt, wie man Mikrozement richtig aufträgt, zeigen wir dir die häufigsten Fehler bei der Anwendung – und wie du sie vermeiden kannst, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Ungeeignete Umgebungstemperatur
Trocknungszeiten nicht einhalten
Zu dicke Schichten auftragen
Unzureichende Untergrundvorbereitung
Falsches Anmischen der Pigmente
Schlechte oder falsche Versiegelung
Ungeeignete Materialien
Minderwertige Materialien
Werkzeuge von schlechter Qualität
Kann ich Mikrozement selbst auftragen?
Wie du inzwischen gesehen hast, erfordert das Auftragen von Mikrozement handwerkliches Geschick, einen sorgfältigen Umgang mit Werkzeugen und viel Geduld während des gesamten Prozesses. Daher ist es keine Aufgabe, die für jeden geeignet ist.
Bei den meisten herkömmlichen Mikrozementsystemen raten wir vom Selbermachen aus zwei Gründen ab. Erstens verfügen professionelle Verarbeiter über eine fundierte Technik, die sie sich über Jahre angeeignet haben. Zweitens arbeiten sie mit Materialien, die bei unsachgemäßer Handhabung gesundheitsschädlich sein können, da einige Zementsysteme Inhaltsstoffe enthalten, die nicht unbedenklich sind.
Gebrauchsfertiger Mikrozement wurde so entwickelt, dass ihn jeder ohne technisches Vorwissen und ohne professionellen Verarbeiter anwenden kann. Er besteht aus wasserbasierten Harzen, Additiven und mineralischen Pigmenten (ja, er ist bereits pigmentiert. Und ja, „gebrauchsfertig“ bedeutet genau das).
Es handelt sich um einen dekorativen Belag, der den Prozess des Mikrozement Auftragens deutlich vereinfacht und beschleunigt. Du kannst ihn ganz im DIY-Stil selbst anwenden: einfach öffnen, umrühren und loslegen – ohne Armierungsgewebe, da der gebrauchsfertige Mikrozement von Smartcret keines benötigt.
Und wenn dich nach dem Kennenlernen des Prozesses die Lust gepackt hat, selbst Mikrozement aufzutragen, kannst du unsere gebrauchsfertigen Kits entdecken und dich für die Renovierung deiner Wohnräume inspirieren lassen.
Zusammenfassung der Mikrozement-Anwendung
Zusammengefasst gilt: Egal, ob du einen Fachbetrieb beauftragst oder Mikrozement selbst auftragen möchtest – es ist entscheidend, den gesamten Anwendungsprozess Schritt für Schritt einzuhalten. Andernfalls entspricht das Endergebnis nicht den Erwartungen.

FAQs: Häufige Fragen zum Mikrozement Auftragen
Muss beim Auftragen von Mikrozement ein Gewebe verwendet werden?
Welche Werkzeuge benötige ich, um Mikrozement aufzutragen?
Zum Mikrozement Auftragen benötigst du: Handschuhe, Schutzmaske, Abklebeband, Eimer, Pinsel, Rührstab, kurzflorige Rollen, Stahl- und Gummikellen, Schleifpapier oder eine Schleifmaschine. Keramische Schleifgitter sind nicht zwingend erforderlich, werden aber empfohlen, da sie die Staubentwicklung reduzieren.
Wie reinige ich die Werkzeuge nach dem Auftragen von Mikrozement?
Um Produktreste zu vermeiden, die den nächsten Arbeitsschritt beeinträchtigen könnten, sollten die Werkzeuge zwischen den einzelnen Schritten in einem Eimer mit Wasser gereinigt werden.
Auf welchen Oberflächen kann Mikrozement aufgetragen werden?
Mikrozement eignet sich für Küchen, Bäder, Wände, Böden, Tische, Kamine und Treppen. Er kann auf Fliesen, Platten, Mosaik, Feinsteinzeug, Keramik, Gipskarton, Gips, Zement, Beton, Terrazzo, Marmor und Mörtel aufgetragen werden.
Wo sollte Mikrozement nicht aufgetragen werden?
Nicht geeignet sind Holz, Parkett, Kunststoff und Metall sowie Untergründe mit Rissen oder Unebenheiten, die vorher nicht repariert wurden.
Können nach dem Auftragen von Mikrozement Risse entstehen?
Ja, wenn der Untergrund nicht richtig vorbereitet wurde oder die Schichten zu dick aufgetragen werden. Werden alle Anwendungsschritte korrekt befolgt, sollten keine Risse oder Fissuren auftreten.
Wie pflege ich Mikrozement langfristig?
Um den Glanz und den Schutz zu erhalten, empfiehlt es sich, die Versiegelung einmal jährlich zu erneuern. In stark beanspruchten Bereichen wie Böden kann dies zweimal pro Jahr erforderlich sein. Zusätzlich helfen unsere Pflegetipps für Mikrozement im Haushalt, die Oberfläche länger in bestem Zustand zu halten.
Warum sollte Mikrozement in dünnen Schichten aufgetragen werden?
Da Mikrozement ein durchgehender Belag mit geringer Schichtstärke ist, erhöhen dicke Schichten das Risiko von Rissen, Abplatzungen oder Ablösungen. Die richtige Technik besteht darin, mehrere dünne Schichten aufzutragen, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.