Küchenmöbel streichen, damit es hält: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Aufteilung Ihrer Küche funktioniert, aber die Farbe der Möbel wirkt veraltet? Sie müssen sie weder austauschen noch umbauen: Küchenmöbel zu streichen ist einer der schnellsten und günstigsten Wege, den Raum zu verwandeln, sofern Vorbereitung und Lack stimmen.

In dieser Anleitung finden Sie alles für ein professionelles Ergebnis, das vor allem lange hält: Ideen und Farben, das richtige Vorgehen je nach Material (Melamin, Lack, Holz), die Wahl des Anstrichs, die komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung und die Fehler, die zu den gefürchteten Abplatzern führen. Es ist derselbe Ansatz wie in unseren Tricks, um Ihre Küche ohne Umbau zu renovieren: Zone für Zone erneuern, mit System und ohne etwas herauszureißen.

Wenn Sie statt Farbe ein fugenloses, durchgehendes Finish bevorzugen, lässt sich das Mikrozement-Set für Möbel und Tische mit einer Grundierung auf Melamin, Lack oder MDF auftragen.

L-förmige Küche mit hellblau gestrichenen Schränken und heller Arbeitsplatte im klassischen Stil.

6 Ideen zum Streichen Ihrer Küchenmöbel

Ob Sie Ihre Küche schon umgestalten wollen oder noch Inspiration suchen: Die Möglichkeiten sind vielfältig. Sie können auf klassische Farben setzen, damit der Wechsel nicht zu abrupt ausfällt, oder auf Trendtöne, dunkel oder pastellig. Diese sechs Ideen funktionieren in den meisten Küchen.

1. Dunkle Farben: ein Plus an Eleganz

Bekommt Ihre Küche viel Tageslicht, sorgen dunkle Farben für Eleganz und Charakter. Kombiniert mit einer hellen Arbeitsplatte oder einer Oberfläche in Mineraloptik entsteht ein ruhiger Kontrast mit Design-Anspruch, für sehr wenig Geld.

Und falls Ihre Möbel aktuell kräftige Farben haben (Rot, Orange, Blau): Dunkle Töne decken besser und sparen Ihnen Anstriche.

2. Vor dem Streichen Zierleisten anbringen

Wenn Ihre Möbel Sie nicht stören, Ihnen aber zu schlicht erscheinen, bringen Sie vor dem Streichen Zierleisten aus Holz oder Polystyrol an. Es gibt sie fertig zu kaufen, Sie müssen sie nur anpassen.

Aus gewöhnlichen Fronten werden so Fronten mit handwerklichem Charakter, und je nach Kombination erreichen Sie alles vom Landhaus-Look bis zur klassisch-modernen Küche.

3. Sanfte Farben für mehr Licht

Geht Ihre Küche auf einen Innenhof oder hat nur ein kleines Fenster, wählen Sie neutrale, dezente Farbtöne: Der Raum wirkt größer und aufgeräumter.

Sehr reizvoll ist auch der monochrome Look: die Möbel in einem Farbton streichen, der dem der Wände ähnelt, oder im selben Ton mit anderer Intensität.

4. Auch neue Möbel dürfen gestrichen werden

Haben Sie vor ein paar Jahren eine Trendfarbe gewählt und bereuen es, brauchen Sie keine neue Küche. Mit einem Anstrich ist sie an einem Wochenende fertig, und Sie können die Farbe jederzeit wieder wechseln.

5. Trauen Sie sich, Farben zu kombinieren

Wenn Nummer sicher nichts für Sie ist: Kombinieren Sie. Oberschränke in der Wandfarbe lassen den Raum höher wirken, während Kochinsel oder Unterschränke in einem starken Ton wie Tiefblau oder Flaschengrün zum Blickfang werden.

6. Vergessen Sie die Hochschränke nicht

Hochschränke und Säulen bleiben oft außen vor, dabei integriert ein Anstrich sie perfekt. Sie wollen einen Total Look? Streichen Sie die Schränke im selben Farbton wie die übrigen Möbel: Das wirkt harmonisch und durchdacht.

Suchen Sie Kontrast, orientieren Sie sich an der Technik der Akzentwand und streichen Sie die Schränke in einer anderen Farbe als die Fronten. Beachten Sie vorher diese Punkte:

1. Bestimmen Sie das Material Ihrer Schränke. Ist es porös, haftet die Farbe gut; andere Oberflächen brauchen eine Grundierung.

2. Prüfen Sie Scharniere, Griffe und Knöpfe. Sind sie verschlissen, ist jetzt der Moment, sie zu tauschen.

3. Wurden sie früher lackiert oder versiegelt? Dann entfernen Sie die alte Schicht vor dem Neuanstrich. Falls nicht, schleifen Sie leicht an, damit die Farbe besser haftet.

4. Streichen Sie die Schränke und schützen Sie das Ergebnis zum Schluss mit einem guten Klarlack.

Helle Küche mit weiß gestrichenen Möbeln und Arbeitsplatte aus Holz im minimalistischen Stil.

Die besten Farben zum Streichen von Küchenmöbeln

Die Theorie ist einfach: Eleganz und Zurückhaltung? Dunkle Farben. Weite und Helligkeit? Helle Farben. Hier die Töne, die beim Streichen von Küchenmöbeln am besten funktionieren.

Weiß: der Klassiker auf Nummer sicher

Weiß überzeugt alle, und Sie werden es auch nach Jahren nicht bereuen. Ein neutraler Ton, der Helligkeit bringt und zu jedem Material passt: Holz, Marmor, Fliesen. In kleinen Küchen lässt er den Raum sofort optisch größer wirken.

Blau: Persönlichkeit ohne Aufdringlichkeit

Blau prägt seit Jahren die Küchengestaltung und wird es weiter tun. Es bringt Frische und Behaglichkeit und setzt einen unverwechselbaren, eleganten Akzent, der sich leicht kombinieren lässt. Von Graublau bis Nachtblau kann man kaum danebenliegen.

Grün: die Natur im Haus

Küchenmöbel in Grün zu streichen heißt, sich ein Stück Natur nach Hause zu holen. Salbei, Mint oder Oliv: Töne, die Ruhe ausstrahlen und besonders gut zu Holz und Metall-Akzenten passen.

Erdtöne, Rosé und Bordeaux: Wärme und Charakter

Erd- und Tontöne wie Mokka haben gerade einen großen Moment, und zartes Rosé oder Bordeaux geben Charakter, ohne zu überladen. Wenn Ihre Küche hell ist und Sie dem Vorhersehbaren entkommen wollen, sind sie eine stilvolle Wahl.

Schwarz: Glamour und Praxistauglichkeit

Schwarz steht für Eleganz, ist in sehr kleinen Küchen aber nicht die beste Wahl, weil es den Raum optisch verkleinert. In mittleren und großen Küchen dagegen bringt es Glamour und ist bei Pflege und Reinigung sehr dankbar.

Grau: zeitlose Modernität

Grau ist alles andere als kalt oder langweilig. Meiden Sie die industriellen Grautöne und wählen Sie ein warmes Grau mit gelblichen Nuancen oder ein französisches Grau: zeitlose Eleganz.

Küche im skandinavischen Stil mit grau gestrichenen Möbeln und hellem Design.

Alte Küchenmöbel streichen: erst reparieren, dann streichen

Entdecken Sie vor dem Streichen Stöße, Kratzer oder Abplatzer, reparieren Sie sie mit Holzspachtelmasse und schleifen Sie die Stelle nach dem Trocknen glatt.

Das ist eine Sache von Minuten und macht den Unterschied: Das Finish wirkt deutlich sauberer, und die Möbel sehen nach dem Anstrich aus wie neu.

Moderne Küche mit in kräftigem Rosa gestrichenen Möbeln und lackierten Oberflächen.

Küchenmöbel aus Melamin streichen: Schritt für Schritt

Ja, Melaminmöbel lassen sich streichen, allerdings mit einer Einschränkung: Da das Material nicht porös ist, braucht es einen gut haftenden Lack (oder eine Haftgrundierung), damit im Alltag nichts abplatzt.

Melamin gehört wegen der großen Auswahl an Dekoren, der Wasserfestigkeit und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses zu den häufigsten Materialien in Küchen. Es nutzt sich aber auch mit den Jahren am stärksten ab, sodass ein guter Anstrich der vernünftigste Weg ist, es aufzufrischen. So geht es Schritt für Schritt:

1. Schützen Sie den Boden mit einer Folie

Wenn Sie nicht stundenlang Farbflecken entfernen wollen, decken Sie den Boden ab und sichern Sie den Arbeitsbereich von Anfang an.

2. Bauen Sie das Möbel auseinander

Entfernen Sie Griffe und Knöpfe von Schubladen und Türen sowie alles, was nicht gestrichen werden soll. Am Ende kommt alles wieder dran.

3. Schleifen Sie die Oberfläche an

Ein oberflächlicher Schliff mit Körnung 180 genügt, um Unreinheiten zu entfernen und die Oberfläche zu öffnen; tiefer müssen Sie nicht gehen. Danach reinigen Sie das Möbel vor dem Streichen: ein feuchtes Tuch gegen den Schleifstaub, Alkohol zum Entfetten.

4. Streichen Sie das Melamin

Tragen Sie den gewählten Lack vorzugsweise mit der Rolle auf, damit die Schicht gleichmäßig und glatt wird. Halten Sie sich immer an die Trockenzeiten im technischen Datenblatt des Herstellers; je nach Lack brauchen Sie 1 oder 2 Anstriche.

Tipp: Arbeiten Sie mit dünnen Schichten und langen Bahnen, und heben Sie die Rolle am Ende der Bahn ab, um keine Ansätze zu hinterlassen.

5. Bauen Sie das Möbel wieder zusammen

Ist der Untergrund vollständig trocken, montieren Sie Griffe, Knöpfe und Teile wieder. Als Faustregel gilt: frühestens 72 Stunden nach dem letzten Anstrich.

Moderne, minimalistische Küche mit weiß lackierten Fronten und klaren Linien.

Lackierte Küchenmöbel streichen

Lackierte Möbel zeichnen sich durch ihren typischen Glanz und die dicke Farbschicht aus. Sie zu Hause zu streichen ist gut machbar, mit einer wichtigen Ausnahme: Bestimmen Sie zuerst das Trägermaterial. Bei Holz muss die alte Schicht vor dem Streichen abgebeizt werden; bei Sperrholz würde das Abbeizen schaden, hier ist eine gute Grundierung der richtige Weg.

Wie Sie ein lackiertes Möbel streichen, ohne Profi zu sein

1. Entfernen Sie Schubladen, Griffe und Beschläge

Nehmen Sie alle abnehmbaren Teile ab. Sie arbeiten schneller, kommen problemlos in die Ecken und vermeiden Farbansammlungen.

2. Grenzen Sie den Arbeitsbereich ab

Schützen Sie Boden und Wände mit Folie und Klebeband. Die Zeit, die Sie hier investieren, sparen Sie sich später beim Entfernen von Spritzern.

3. Entfernen Sie die Lackschicht

Schleifen Sie, bis die Lackschichten abgetragen sind; je nach Anzahl der Schichten dauert das mehr oder weniger lang. Achten Sie darauf, dass keine Reste des alten Lacks bleiben. Wenn möglich, schleifen Sie im Freien; sonst Maske auf und gut lüften. Zum Schluss den Staub mit einem trockenen Mikrofasertuch abnehmen.

4. Abbeizen oder grundieren, je nach Material

Wie gesagt: Je nach Trägermaterial heißt es abbeizen oder direkt eine gute Grundierung auftragen, die den Halt sichert.

5. Streichen Sie das Möbel

Tragen Sie 1 oder 2 Schichten der gewählten Farbe auf (meist zwei) und folgen Sie den Angaben des Herstellers.

6. Schützen Sie das Ergebnis

Ob Sie erneut lackieren oder nicht: Schließen Sie mit einem Klarlack oder Schutzanstrich ab, der zu Ihrer Farbe passt. Nach dem Trocknen wirkt das Möbel wie frisch gekauft.

Kann man ein lackiertes Möbel ohne Schleifen streichen?

Es gibt Lacke und Grundierungen mit sehr hoher Haftung, die sogar auf Lack halten sollen, aber das ist nicht der zuverlässigste Weg. Das Möbel wenigstens leicht anzuschleifen bleibt die beste Garantie für ein professionelles, dauerhaftes Ergebnis.

Moderne Küche mit Melaminfronten in heller Holzoptik.

Küchenmöbel ohne Schleifen streichen: wann das geht

Ohne Schleifen streichen können Sie, wenn Sie die richtige Farbe wählen: Kreidefarben (Chalk Paint), Acrylfarben und viele Wasserlacke sind dafür formuliert, ohne Anschliff zu haften. Bei anderen Farben endet der übersprungene Schliff in Abplatzern, weil sie dafür nicht gemacht sind.

Ein wichtiger Punkt: Auch unter den geeigneten Produkten verlangen manche eine Grundierung für ein optimales Finish. Lesen Sie vor der Entscheidung immer die Angaben des Herstellers.

Hochglanz-Fronten streichen

Glänzende Fronten waren die Hauptdarsteller der minimalistischsten Jahre und sind noch immer weit verbreitet: Der Glanz reflektiert das Licht besser und bringt Tiefe und Eleganz. Wenn Sie sich an dem Finish sattgesehen haben, lässt sich auch das zu Hause lösen.

Der Prozess ist etwas aufwendiger als bei matten Oberflächen: Sie müssen sorgfältig schleifen, bis der Glanz verschwunden ist und der Untergrund möglichst matt bleibt, damit die neue Farbe einwandfrei haftet.

Küche mit modernem Design, mattschwarz gestrichenen Möbeln und Kochinsel.

Welche Farbe für Küchenmöbel wählen

Es ist die Entscheidung, die das Ergebnis am stärksten prägt. Als schnelle Orientierung: Für Küchenmöbel funktionieren Wasserlacke und Farben auf Wasserbasis mit seidenmattem Finish besonders gut, weil sie Haftung, Abwaschbarkeit und einfache Verarbeitung vereinen. Das raten die Profis:

Experten-Tipps, um nichts falsch zu machen

- Qualität vor Preis: Die Qualität einer Farbe ist nicht proportional zu ihrem Preis. Achten Sie auf die Eigenschaften und technischen Daten, nicht nur auf den Betrag.

- Nicht jede Farbe taugt: Analysieren Sie das Material Ihres Möbels und kaufen Sie eine kompatible Farbe.

- Seidenmatt lässt sich leichter reinigen: Oberflächen mit leichtem Seidenglanz sind pflegeleichter. In einer Küche zählt das.

- Glatte Fronten? Rolle: Auf glatten Fronten liefert die Rolle das gleichmäßigste Finish; der Pinsel ist besser für Türen mit Zierprofilen. Die Spritzpistole gibt es auch, aber beim ersten Mal lieber nicht.

- Eventuell brauchen Sie eine Grundierung: Manche Farben verlangen eine Grundierung, damit die Haftung stimmt.

- Eile wird teuer: Jede Farbe hat ihre Trocken- und Aushärtezeiten. Sie zu ignorieren kann die Arbeit ruinieren.

Lacktypen für Küchenmöbel im Vergleich

FarbtypStärkenZu beachtenIdeal für
Wasserlack (Acryllack)Wasser- und feuchtigkeitsbeständig, abwaschbar, geruchsarm, trocknet schnellJe nach Untergrund Grundierung nötigDen Küchenalltag
AcrylfarbeEinfach zu verarbeiten, trocknet sehr schnell, kratzfestAuf glatten Flächen besser grundierenEinsteiger
KunstharzlackSehr gute Deckkraft und HärteLangsamere Trocknung, stärkerer GeruchStark beanspruchte Möbel
Chalk Paint (Kreidefarbe)Haftet fast ohne Vorbereitung, charmantes mattes FinishBraucht Klarlack oder Wachs als SchutzVintage- und Landhausstil
EpoxidHerausragende Härte und HaltbarkeitAnspruchsvollere Verarbeitung, weniger ökologischZonen mit maximaler Beanspruchung

Jede dieser Optionen funktioniert, wenn Sie ihren Verarbeitungsprozess respektieren. Wählen Sie nach dem Material Ihres Möbels, dem gewünschten Finish und der Nutzung Ihrer Küche.

Moderne Küche mit in Pastellrosa gestrichenen Möbeln und hellem Design.

Küchenmöbel streichen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Farbe und Lack stehen fest. Jetzt die Methode. Diese sieben Schritte gelten für die allermeisten Küchenmöbel:

Schritt 1 - Legen Sie das Werkzeug bereit

Gute Arbeit braucht gutes Material. Zum Streichen Ihrer Küchenmöbel darf das hier nicht fehlen:

- Schraubenzieher, um Türen, Knöpfe und Griffe abzumontieren.

- Tücher, um die Möbel vor dem Streichen zu reinigen.

- Malerkrepp, um den Arbeitsbereich abzukleben.

- Folie zum Schutz von Böden und Wänden.

- Feines Schleifpapier für Unebenheiten.

- Grundierung, falls Farbe oder Untergrund sie verlangen.

- Rolle, Pinsel und eine Farbwanne.

- Die gewählte Farbe.

Schritt 2 - Bereiten Sie den Raum vor

Suchen Sie sich einen gut belüfteten Bereich, um bequem zu arbeiten und die Trocknung zu unterstützen, leeren Sie die Schubladen, die Sie abbauen, und richten Sie eine Fläche ein, auf der Türen und Schubladen waagerecht liegen können.

Schritt 3 - Abmontieren und schleifen

Schrauben Sie ab und entfernen Sie, was geht: Griffe, Knöpfe, Scharniere. Entscheiden Sie danach je nach Material über den Schliff. In der Regel genügt ein leichter, oberflächlicher Anschliff, der die Pore öffnet und die Haftung verbessert.

Schritt 4 - Reinigen und abkleben

Reinigen Sie die Möbel mit einem Entfetter und trocknen Sie sie gut ab: Küchenfett ist der größte Feind der Haftung. Kleben Sie ab, was Sie nicht streichen wollen und nicht abbauen können, und decken Sie den Boden mit Folie ab.

Schritt 5 - Grundieren Sie, falls nötig

Auf Untergründen wie Holz, oder wenn Ihre Farbe es vorsieht, tragen Sie eine Schicht Grundierung auf. Eine Schicht genügt in der Regel.

Schritt 6 - Streichen Sie die Möbel

Nutzen Sie eine Rolle in passender Größe und einen Pinsel für die Ecken. Üblich sind 2 bis 3 Schichten, am selben Tag oder verteilt, je nach den Trockenzeiten im Datenblatt des Herstellers, die bei besonders widerstandsfähigen Lacken bis zu 8 Stunden pro Schicht betragen können.

Schritt 7 - Trocknen und aushärten lassen

Nach dem letzten Anstrich lassen Sie das Möbel mindestens 24-48 Stunden trocknen, bevor Sie es normal benutzen. Die vollständige Aushärtung (die endgültige Härte) ist je nach Produkt nach etwa 7 Tagen erreicht. Bis dahin: Behandeln Sie es schonend.

Küche im Vintage-Landhausstil mit grün gestrichenen Möbeln und Kochinsel.

Fehler, die Sie beim Streichen von Küchenmöbeln vermeiden sollten

Oft liegt der Unterschied zwischen einem mittelmäßigen und einem makellosen Ergebnis in den Details. Das sind die häufigsten Fehler:

Streichen, ohne abzumontieren

Es klingt verlockend, direkt zu streichen, ohne Scharniere, Griffe und Knöpfe zu entfernen. Aber Flächen lassen sich am besten waagerecht streichen, und ohne Demontage erreichen Sie nicht alle Winkel.

Nicht prüfen, ob eine Grundierung nötig ist

Finden Sie heraus, aus welchem Material Ihre Möbel sind und ob Ihre Farbe darauf eine Grundierung braucht. Das erspart Ihnen doppelte Arbeit wegen mangelnder Haftung.

Trockenzeiten nicht einhalten

Verkürzte Trockenzeiten schließen Feuchtigkeit zwischen den Schichten ein und verändern die Eigenschaften der Farbe: Sie kann sich lösen oder nicht ihre volle Widerstandskraft erreichen.

Ungeeignetes Werkzeug verwenden

Ist die Rolle zu groß oder ihr Material ungeeignet, haftet die Farbe nicht richtig und verteilt sich ungleichmäßig. Und haben Sie Zierleisten angebracht, brauchen Sie einen kleinen Pinsel für die Fugen.

Das Klebeband zu früh abziehen

Ziehen Sie das Malerkrepp nicht vor der angegebenen Trockenzeit ab: Sie könnten die Farbe mit abreißen und müssten von vorn beginnen.

Ein Profi-Tipp: Schützen Sie den Anstrich mit Klarlack

Pflicht ist es nicht, aber wenn Sie zusätzlichen Schutz gegen Abrieb und tägliches Putzen wollen, tragen Sie einen hochbeständigen transparenten Klarlack auf, passend zu Ihrer Farbe, in Matt oder Seidenmatt, je nach gewünschtem Effekt.

Warten Sie mindestens 24-48 Stunden nach der letzten Farbschicht und tragen Sie 2 bis 3 dünne Schichten Klarlack mit Pinsel oder Rolle auf. Halten Sie die Trockenzeiten zwischen den Schichten ein und schleifen Sie zwischen den ersten Schichten ganz leicht an. Die endgültige Härte kommt auch hier mit der vollständigen Aushärtung.

Möbel neu gestrichen? Machen Sie Ihre Küche ohne Umbau komplett

Der Möbelanstrich ist meist der erste Baustein einer Renovierung Zone für Zone. Wenn auch der Fliesenspiegel in die Jahre gekommen ist, können Sie ihn am selben Wochenende mit Smartcover Tiles auffrischen, unserer gebrauchsfertigen Fliesenfarbe auf Wasserbasis: Sie wird ohne Grundierung auf Keramik und Feinsteinzeug aufgetragen, deckt in zwei Schichten, und ihr seidenmattes Finish gibt es in 11 Farben. Wie es geht, zeigen wir Ihnen in der Anleitung zum Streichen von Küchenfliesen.

Und wenn Arbeitsplatte oder Boden das Problem sind? Dort ist Farbe nicht die beste Antwort, Mikrozement dagegen schon: Sie können die Arbeitsplatte oder den Küchenboden erneuern, ohne den alten Belag zu entfernen, mit unseren Sets mit Mikrozement für die Küche. Planen Sie eine komplette Renovierung, finden Sie in der Anleitung zum Einsatz von Mikrozement in der Küche den kompletten Überblick, Zone für Zone.

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Häufige Fragen zum Streichen von Küchenmöbeln

Welche Farbe ist die beste für Küchenmöbel?

Für den Küchenalltag ist ein Wasserlack mit seidenmattem Finish die ausgewogenste Wahl: Er hält Wasser und Flecken stand, ist abwaschbar, geruchsarm und trocknet schnell. Chalk Paint ist eine schöne Alternative für den Vintage-Look, sofern Sie sie mit Klarlack oder Wachs schützen.

Kann man Küchenmöbel ohne Schleifen streichen?

Ja, wenn Sie eine dafür formulierte Farbe wählen: Kreidefarbe (Chalk Paint), Acrylfarben und viele Wasserlacke haften ohne vorherigen Anschliff. Manche brauchen trotzdem eine Grundierung, und ein leichter Schliff verbessert die Haltbarkeit immer.

Kann man Melaminfronten streichen?

Ja. Da das Material nicht porös ist, braucht es einen gut haftenden Lack oder eine Haftgrundierung. Mit einem oberflächlichen Schliff (Körnung 180), gründlicher Reinigung und dünnen Lackschichten ist das Ergebnis dauerhaft und ohne Abplatzer.

Was kostet es, die Küchenmöbel zu streichen?

Sehr wenig im Vergleich zum Austausch: Es geht um die Kosten für die Farbe (1-2 Gebinde je nach Fläche), gegebenenfalls die Grundierung und das Basiswerkzeug. Zur Orientierung: Das komplette Material für eine mittlere Küche bleibt meist um die 100 €, gegenüber mehreren Tausend Euro für neue Möbel.

Wie lange hält die Farbe auf Küchenmöbeln?

Das hängt weniger von der Marke ab als von der Vorbereitung: Mit gut geschliffenem, sauberem Untergrund, der passenden Grundierung und einem schützenden Klarlack übersteht der Anstrich Jahre täglicher Nutzung. Vorzeitige Abplatzer entstehen fast immer, weil Vorbereitung oder Trockenzeiten übersprungen wurden.

Jetzt kennen Sie alle Tricks. Es bleibt nur, sich für eine Farbe zu entscheiden und loszulegen. Mehr Inspiration finden Sie auf unserem Instagram @smartcret und in den übrigen Artikeln unseres Blogs, um Ihre Küche weiter ohne Umbau zu renovieren.

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